Rechtssicherheit in der Medizin

Für eine rechtlich korrekte GOÄ-Abrechnung sind viele Faktoren zu berücksichtigen; ebenso bei dem Umgang mit personenbezogenen Daten, vor allem seit Einführung der EU-DSGVO. Wir begrüßen Sie bei einem einleitenden Get-together. Danach erwarten Sie aufschlussreiche Vorträge zum Thema Honorarrückforderung und Erfahrungen mit der EU-DSGVO.

Inhalte im Überblick

Risiko Honorarrückforderung
Behaupten private Krankenversicherer, Behandlungskosten zu Unrecht erstattet zu haben, gibt ihnen das Versicherungsvertragsgesetz die Möglichkeit, direkt gegen den medizinischen Leistungserbringer vorzugehen und ihn auf Rückzahlung zu verklagen. Oftmals sammeln die Versicherer die vermeintlich falschen Rechnungen über mehrere Jahre und fordern die Rückzahlung einer hohen Summe.

Ist die Forderung der Versicherer berechtigt, kann die erhebliche finanzielle Belastung die berufliche Existenz beeinträchtigen oder gar gefährden. Formale Fehler in den GOÄ-Rechnungen und unwirksame Behandlungsverträge stellen auch dann ein hohes Risiko dar, wenn die Behandlung ordnungsgemäß durchgeführt und die Leistungen korrekt berechnet wurden.

Inhalte im Überblick:

  • Grundlagen der rechtlich korrekten GOÄ-Abrechnung
  • rechtswirksame Behandlungsverträge
  • mögliche Fehlerquellen in Behandlungsverträgen
  • Handlungsempfehlung im Falle einer (Sammel-) Rückforderung

EU-Datenschutz-Grundverordnung
Das Inkrafttreten der europaweiten Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) hat vielerorts für Aufregung und teils zu Verunsicherung im Umgang mit personenbezogenen Daten geführt.

Insbesondere im Gesundheitswesen, wo vornehmlich Gesundheitsdaten (sog. besondere personenbezogene Daten) verarbeitet werden, ist das Augenmerk auf einen sicheren und rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten fokussiert. Im Mittelpunkt stehen hier die Daten von Patienten, die aufgrund ihrer hohen Sensibilität durch die EU-DSGVO besonders geschützt sind. Es gilt, die Datenverarbeitung auf rechtlich sichere Füße zu stellen. Sofern es im Arbeitsalltag bei aller Vorsicht dennoch zu Datenpannen kommen sollte, sind die richtigen und zeitnahen Reaktionen gefragt, wie z. B. das Informieren von Betroffenen und die Meldung an die zuständige Aufsichtsbehörde.

Inhalte im Überblick:

  • gelebter Datenschutz bei der PVS
  • rechtliche Voraussetzungen einer zulässigen Datenverarbeitung bei der PVS
  • technische und organisatorische Datenschutz-Maßnahmen
  • Erfahrungen mit Patienten, Kunden und Aufsichtsbehörden im Umgang mit der EU-DSGVO
Konstantin Theodoridis
Konstantin Theodoridis
Leiter der Rechtsabteilung, PVS holding
  • Fachanwalt für Medizin- und Sozialrecht
  • Syndikusanwalt bei der PVS holding GmbH in Mülheim an der Ruhr seit 2007
  • Leiter der Rechtsabteilung der PVS holding GmbH seit 2013
  • Rechtsanwalt in Bonn seit 1997
Tobias Wiedemann
Tobias Wiedemann
Geschäftsstellenleiter Aachen, PVS rhein-ruhr
  • Rechtsanwalt
  • Studium der Rechtswissenschaften in Bonn
  • Fachanwaltslehrgang im Medizinrecht
  • Tätigkeit in einer Kölner Kanzlei für Versicherungsrecht (Beratung und Vertretung von Leistungserbringern in Haftungsprozessen)
  • Mitarbeiter der Rechtsabteilung der PVS holding GmbH von 2015 bis 2018
  • seit 2018 Geschäftsstellenleiter der GS Aachen
Arnd Kura
Arnd Kura
Datenschutz-/ Informationssicherheitsbeauftragter, PVS holding
  • Certified Internal Auditor (CIA)
  • Datenschutzbeauftragter GDDcert

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